Mit der Rangliste, die von der französischen Business School INSEAD, der Cornell University und der Weltorganisation für geistiges Eigentum der Vereinten Nationen herausgegeben wird, soll jährlich die Innovationsfähigkeit einzelner Länder ermittelt werden. Anhand von bestimmten Indikatoren wurden 128 Volkswirtschaften miteinander verglichen und deren Leistungsfähigkeit in Bezug auf Entrepreneurship in ein Verhältnis gesetzt.

Erstmals im Jahr 2007 ermittelt, stellt der Index eine bedeutende Kennzahl für das Entwicklungspotenzial eines Landes dar. Der Index wird über verschiedene Daten ermittelt und speist sich beispielsweise aus Daten der „International Telecommunication Union“ der Weltbank oder dem „World Economic Forum“. Das diesjährige Ranking führt wie auch schon in den Jahren zuvor die Schweiz an. Das Ranking beweist somit, dass die Einwohnerzahl eines Landes keine Rückschlüsse auf die Innovationskraft zulässt. Auf eine Million Einwohner in der Schweiz kommen über 1000 Patente; damit liegt das kleine Alpenland deutlich vor seinem großen Nachbarn Deutschland.

Der Global Innovation Index 2017

Platz 1 Schweiz
Platz 2 Schweden
Platz 3 Niederlande
Platz 4 Vereinigte Staaten
Platz 5 Vereinigtes Königreich
Platz 6 Dänemark
Platz 7 Singapur
Platz 8 Finnland
Platz 9 Deutschland
Platz 10 Irland

Aber auch andere Faktoren spielen für die Innovationskraft eine große Rolle. So sind die Staatsausgaben für Forschung und Entwicklung für eine unabhängige Wissenschaft von herausragender Bedeutung. Auf der anderen Seite werden Innovationen von der unternehmerischen Aktivität vorangetrieben. Die bürokratischen Hürden für Unternehmensgründungen sollten daher auf ein Mindestmaß reduziert werden um potenziellen Gründern keine Steine in den Weg zu legen.Innovation kommt als Haupttreiber für das Wachstum einer Volkswirtschaft eine herausragende Bedeutung zu. Insbesondere rohstoffarme Länder sind auf den Erfindergeist ihrer Einwohner angewiesen um den Wohlstand einer Nation langfristig zu sichern. Internationale Unternehmen, die in der Schweiz ihren Hauptsitz haben wie z.B. die Pharmakonzerne Roche und Novartis oder aus der Lebensmittelbranche Nestlé, können bei der Rekrutierung ihrer Mitarbeiter auf eine starke Bildungslandschaft zurückgreifen.Top-Universitäten aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sind dort vertreten und mit der Universität St. Gallen ist eine der weltweit führenden wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten dort angesiedelt.

Schweiz Innovation

Dass der Wohlstand einer Nation nicht mit den Rohstoffen eines Landes zusammenhängt, kommt insbesondere den europäischen Ländern zugute. Dem Mangel an Ressourcen, die durch Importe ausgeglichen werden können, stehen Dienstleistungen aus dem wissensintensiven Sektor gegenüber. Um nachhaltig als Land erfolgreich zu sein, sind daher Ausgaben für Forschung und Entwicklung von essentieller Bedeutung. Die USA, die so viel Geld in diesem Bereich ausgeben wie kein anderes Land auf der Welt und damit Forscher aus der ganzen Welt anziehen, sollten geplante Kürzungen daher gut überdenken, denn diese würden einem hoch entwickeltem Land wie es die USA sind nachhaltig Schaden zufügen.