Wenn die Tage grauer werden und der Winter an die Tür klopft, ist eine Tasse Tee perfekt, um sich aufzuwärmen. Doch Tee wärmt nicht nur, sondern kann je nach Sorte deine Gesundheit und dein Befinden beeinflussen. Hier sind die nützlichsten Effekte, die du mit verschiedenen Teesorten erzielen kannst:

Schwarzer Tee

Schwarztee ist vor allem für seine anregende Wirkung bekannt und wird gerne als Kaffeeersatz getrunken. Tatsächlich enthält er ebenfalls Koffein; allerdings nur halb so viel wie Kaffee. Dieses wird jedoch durch Gerbstoffe gebunden und nach und nach an den Körper abgegeben, wodurch die aufputschende Wirkung länger anhält, als nach Kaffeekonsum. Brauchst du also nicht nur einen Aufwach-Kick, sondern willst für die nächsten Stunden konzentriert arbeiten, ist Schwarztee die bessere Wahl. Denn auch das Tief nach dem Wegfallen der Koffeinwirkung fällt viel schwächer aus, als nach einem starken Kaffee. Unbedingt zu beachten ist allerdings die Ziehdauer: Lässt du den Tee länger als fünf Minuten ziehen, kehrt sich die Wirkung um und kann müde machen. Empfohlen ist daher, Schwarztee ca. 2-3 Minuten ziehen zu lassen.

Grüner Tee

Wie Schwarztee enthält auch Grüntee eine – im Vergleich zu Kaffee geringe – Menge an Koffein, weshalb auch diese Teesorte belebend wirkt. Das ist jedoch längst nicht alles: Grünem Tee werden vorbeugende Wirkungen bei verschiedenen, teilweise ernsthaften Krankheiten zugeschrieben. So soll er entzündungshemmend und verdauungsfördernd wirken, Karies vorbeuge, die Fettverbrennung ankurbeln und das Immunsystem stärken. Sogar die Vorbeugung von Krebs wird ihm zugeschrieben! Warum? Die Teeblätter enthalten eine große Menge an Antioxidanten, welche gefährliche freie Radikale im Körper binden können. Ein echtes Allround-Talent also! Um die Wirkung dieses Power-Tees freizusetzen, solltest du beim Kauf hohe Qualität, die speziellen Eigenschaften der jeweiligen Sorte sowie die Ziehdauer genau beachten.

Kamillentee

Tee aus der getrockneten Kamillenblüte ist vielen noch aus der Kindheit als „Bauchweh-Tee“ bekannt. Tatsächlich entfaltet die Teesorte eine krampflösende und antibakterielle Wirkung im Magen-Darm-Trakt. Sie kann daher sowohl bei akuten Schmerzen als zur Förderung oder Beruhigung der Verdauung konsumiert werden. Doch die Kamille kann noch mehr: Sie wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann sogar Schlafstörungen entgegenwirken. Bist du also nervös vor einem wichtigen Termin oder brauchst dringend eine Nacht guten Schlaf, ist eine Tasse Kamillentee genau die richtige Wahl.

Pfefferminztee

Auch die Pfefferminze ist ein richtiges Allround-Talent. Nicht umsonst kennen wir den Geschmack von Halsbonbons und Kaugummis: Die Minze macht die Atemwege frei und lässt uns gerade in der Erkältungszeit wieder richtig durchatmen. Wer sich aufwärmen will, sollte jedoch zu anderen Sorten greifen, denn das enthaltene Menthol wirkt langfristig kühlend. Es ist schwer zu glauben, aber ein lauwarmer Pfefferminztee kühlt im Sommer langanhaltender als ein eiskaltes Glas Wasser. Zusätzlich wirkt der Tee ebenfalls krampflösend und kann bei Magen-Darm- oder Menstruationsbeschwerden getrunken werden.

Ingwertee

Den Abschluss macht ein richtiger Powertee, der nicht aus getrockneten Blättern, sondern aus einer Wurzel gemacht wird: der Ingwertee. Der Genuss dieses Allroundtalents solltest du im Winter zur Gewohnheit machen, denn die Wurzel regt die Durchblutung an und heizt deinem Körper dadurch so richtig ein. Zudem stärkt der regelmäßige Konsum das Immunsystem und beugt so Erkältungen vor. Auch bei bereits ausgebrochenen Erkältungen wird der Teesorte eine lindernde Wirkung zu geschrieben. Unser Tipp: Schneide eine Ingwerwurzel in dünne Scheiben, übergieße sie mit Wasser und lass alles gemeinsam Aufkochen. Danach 5-10 Minuten köcheln lassen, in eine Tasse oder Kanne gießen und den Saft einer halben Zitrone zugeben. Nach Geschmack kannst du den Tee mit Honig süßen. Die perfekte Power-Quelle im Herbst!