Einführung und Geschichte der Krawatte

Einer Legende zufolge entdeckte König Ludwig XIV. die Krawatte, als eine Art Halstuch getragen, bei Kroaten, die eine Parade vor dem noch nicht fertiggestelltem Schloss Versailles abschritten. Er fand Gefallen daran und verbreitete die „Cravate“ unter dem Adel. Zum ersten Mal geriet sie während der französischen Revolution unter Kritik, da sie als Erkennungsmerkmal des Adels diente. Etwas ähnliches geschah mit ihr nach dem Börsencrash 2008, da sie als das Symbol der Banker galt. So verschwand die Krawatte aus manchen Teilen des modernen Berufslebens, ist aber in vielen Firmen noch fester Bestandteil des Dresscodes. 

Krawattenknoten Binden

Der Knoten

Auch wenn der Knoten nur zur Befestigung der Krawatte dient, kann er auch weit mehr über seinen Träger aussagen, etwa über seinen Stand oder seinen Beruf. Er ist auch sehr vielseitig und kommt nicht nur als klassicher Windsor daher.

Die vier Standards

Windsorknoten

Der nach dem Duke of Windsor benannte Windsorknoten oder auch doppelter Windsorknoten ist einer der häufigsten. Hierbei wird der breite Teil halb um den schmalen geschlagen und dann von hinten über den Knoten durchgezogen, nun noch einmal von hinten über die schmale Seite geschlagen und dann von vorne über den Knoten gezogen. Als letztes wird der erste Schritt nochmals wiederholt, nur das diesmal das Ende durch den vorderen Teil der Schlaufe gezogen wird. Nun kann der Knoten durch Hochziehen angepasst werden.

Halber Windorknoten

Der halbe Windsor ist sehr beliebt, weil er einfach ist und für fast alle Krawatten benutzt werden kann. Hierbei wird das breite Ende einmal komplett um das schmale geschlagen und von vorne über den Knoten durchgezogen, dann noch einmal halb über das schmale Ende schlagen und von hinten über den Knoten durch die Schlaufe ziehen.

Four-in-Hand

Dieser Knoten ist vor allem deshalb beliebt, weil er als einer der einfachsten gilt. Das breite Ende wird hierbei zweimal um das schmale geschlagen und dann von hinten durch die Schlaufe gezogen.

Pratt

Der Pratt-Knoten ist im Vergleich zu den vorherigen etwas komplizierter. Die Krawatte wird mit der Naht nach außen um den Hals gelegt und das schmale Ende, das hierbei sehr kurz gehalten wird, liegt von Anfang an über dem breiten. Dieses wird nun einmal um den rechten oberen Teil der Krawatte geschlagen, der am Hals liegt. Das breite Ende wird nun umgedreht, sodass die Naht nach innen zeigt. Jetzt wird sie über das kurze schmale Ende und von vorne durch den Knoten und in die Schlaufe gezogen. Dieser Knoten erfordert viel Übung, aber das Ergebnis lohnt sich.

Sonderknoten

Merowinger-Knoten

Der Merowinger wurde nach der gleichnamigen Figur aus der Matrix-Trilogie benannt. Er ist ein aufälliger und komplizierter Knoten, der eher nicht in der Arbeit getragen wird, da er zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Man trägt solche „Zierknoten“ eher auf Festen und ähnlichen Veranstaltungen.

Christensen-Knoten

Der Christensen hat im Gegensatz zum klassischen Knoten mehrere sichtbare Schichten, ist aber nicht ganz so aufällig wie der Merowinger.

Cross Knoten

Der Cross Knot ist nicht ganz so auffällig wie der Merowinger und hat zwei sichtbare Schichten. Er ist elegant und schlicht, zieht aber mit Sicherheit viele Blicke auf sich.