Das Unternehmen:

SpaceX ist ein von Elon Musk gegründetes Weltraumunternehmen, das es sich zum Ziel gesetzt hat den Mars zu besiedeln und somit zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit überhaupt Leben auf anderen Planeten in unserer Galaxie zu ermöglichen. Musk hat SpaceX bereits im Jahr 2002 gegründet; dafür hat er einen großen Teil seines Vermögens, das er durch seine Internetfirmen Zip2 und PayPal verdient hatte, investiert, da er der festen Überzeugung ist der Menschheit mit seiner Idee nachhaltig zu dienen. SpaceX startete mit 30 Mitarbeitern und war zunächst nur mäßig erfolgreich. Die ersten drei Flüge der von SpaceX entwickelten Raketen schlugen fehl und erst der vierte Versuch glückte. Erste richtige Erfolge kann das Unternehmen SpaceX allerdings in jüngster Vergangenheit verzeichnen: sie sind das erste Weltraumunternehmen, das es geschafft hat mit seiner „Falcon 9“ eine Rakete ins All zu schießen, 11 Satelliten zu verteilen und den Hauptträger wieder unversehrt auf der Erde landen zu lassen.

Was ist eine Falcon Rakete und was ist anders gegenüber einer herkömmlichen?

Die Falcon Heavy Rakete ist eine Rakete des Unternehmens SpaceX und die bisher stärkste Rakete der Welt. Wir nehmen zum Vergleich das SpaceShuttle der NASA. Dieses Shuttle kann 24.000 Kilogramm Ladung ins All befördern. Die Falcon Heavy kann unfassbare 63.800 Kilogramm befördern, das ist gut 2,6 mal so viel. Neben der extremen Kraft, die die Rakete aufbringt, ist der andere Unterschied, wie bereits oben erwähnt, die Rückkehr zur Erde.

Wie bringt man eine Rakete ins All und wie holt man sie zurück?

Die Falcon 9 Rakete von SpaceX wird wie eine normale Rakete ins All geschossen. Auf dem Weg nimmt sie Satelliten oder anderes Equipment, zum Beispiel für die Internationale Raumstation, mit. Die meisten Raketen und so auch die Falcon 9 bestehen aus mehreren Komponenten, zum einem der Kapsel, in der sich das Ladegut befindet, die Hauptstufe (die Rakete selbst) als auch die Triebwerke. Die Haupttriebwerke helfen der Rakete in die Umlaufbahn zu fliegen und lösen sich anschließend wieder von ihr und verbrennen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. SpaceX hingegen hat es geschafft die Hauptstufe sowie die Triebwerke unbeschadet wieder auf die Erde zurückzubringen und damit zum ersten Mal in der Weltraumgeschichte dieses Ziel erreicht. Das spart im Vergleich zu der staatlich finanzierten NASA enorme Kosten.

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Die Jahrhundertmission:

Elon Musk will mit seinem Unternehmen der erste überhaupt sein, der die Sciencefiction-Idee, die schon Jahrhunderte in den Köpfen der Menschen existiert, wahr werden lässt und den Mars tatsächlich besiedeln. Diese Vision möchte er schon in zeitnaher Zukunft Wirklichkeit werden lassen und hat mit seinen Bemühungen bereits den Grundstein für seine Vision gelegt. Schon im Jahr 2020 ist der erste unbemannte Flug zum Mars geplant und wenn alles nach den Vorstellungen des Vollzeitentrepreneurs abläuft, wird schon kurz darauf eine Gruppe von Freiwilligen auf dem Mars Fuß fassen und dort mit der Besiedlung beginnen; genügend freiwillige Bewerber gibt es bereits. Die Freiwilligen sollen durch ein spezielles Training ausreichend auf der Erde für die Mission gerüstet werden um nachhaltig multiplaneratisches Leben möglich zu machen. Sollte alles ohne Komplikationen vonstatten gehen, wäre Elon Musk wahrscheinlich bis zum Ende der Menschheitsgeschichte in den Lehrbüchern der Schulen zu finden und könnte als Inspiration für zukünftige Generationen dienen um  ihnen zu vermitteln, dass Träumen keine Grenzen gesetzt sein müssen.

Die Reise alleine würde mit heutiger Technologie ungefähr sieben Monate beanspruchen – mit einem One-Way Ticket. Ein Rückflug ist für die Insassen allerdings nicht geplant. Vielleicht wird es aber dort ebenso Fernsehen geben: dann könnten die neuen Bewohner unser Treiben aus der Ferne beobachten. Vielleicht beneiden sie uns aber auch um unseren einzigartig lebenswerten Planeten und können nicht nachvollziehen wieso wir diesen zerstören. 

Wer kann dabei sein?

Elon Musk möchte schon kommendes Jahr erstmals Zivilisten ins All befördern. Für diese Idee hat er mit SpaceX einen Weltraumanzug entwickelt. Er soll funktional sein und trotzdem schick aussehen. Die Passagiere sollen mit dem weiterentwickelten „Dragon Raumfrachter“, der derzeit für die NASA gebaut wird, ins All gelangen. Musk stellte bereits seinen Anzug vor und geht dabei näher auf seine Vorstellungen von Ästhetik und Funktionalität ein. 

Was kostet ein Ticket und kann man da mitmachen?

Schon bald sollen zwei Menschen eine Mondtour antreten. Elon Musk hält sich jedoch bedeckt, wer diese Personen sein werden, wie diese ausgewählt wurden und es wird auch nicht verraten wieviel das Ticket kosten wird. Doch wir können davon ausgehen, dass man das Ticket als „normaler“ Mensch nicht bezahlen kann.

Irrsinn oder von existentieller Bedeutung für die Menschheit?

Elon Musk ist „der“ Entrepreneur unserer Zeit schlechthin. Wenn Musk über seine Vorstellungen und Visionen von der Zukunft spricht, ist für viele „normale“ Menschen die Komplexität und Risikobereitschaft nicht mal ansatzweise zu begreifen. Jedes Unternehmen, das von Musk bisher gegründet wurde, erschütterte ganze Industrien in ihren Grundfesten. Mit Tesla ist ihm gelungen, was die finanziell um Meilen besser aufgestellten etablierten Marken der Automobilindustrie noch heute hinterherhinken lässt. Er hat ein Auto gebaut, das den ästhetischen und gleichzeitig funktionellen Anforderungen der Kunden standhält und mit der Batterietechnologie die Verbrennungsmotoren, die nicht ansatzweise in Frage gestellt wurden, überflüssig gemacht hat. Mit seiner „Boring Company“ ist er auf dem besten Weg ein globales Problem der Infrastruktur, nämlich überfüllte Straßen zu lösen und sein Hyperloop könnte den kontinentalen Flugverkehr ablösen.

Glauben Sie uns daher: Wenn Musk Ihnen ein Ticket fürs All verspricht, meint er es verdammt ernst. Sein Glaube an eine Überbevölkerung motiviert ihn ein weiteres Problem zu lösen. Sollten Sie das nötige Kleingeld haben, können Sie also einer der ersten sein und zusammen mit Elon Musk die Welt zu einem besseren Ort machen.

Und was können wir von dem größten Visionär unserer Zeit mitnehmen?

SpaceX als Teil seiner Gesamtvision könnte ein globales Problem lösen. Gerade wegen seiner Ideen, die oft jedes Maß sprengen, wird er von vielen belächelt und seine Vorhaben werden als „Spinnerei“ abgestempelt. Doch eines kann man sicher sagen: Menschen, die ihrer eigenen Zeit voraus sind, haben es in der Gegenwart oft schwer gehabt. Sie sehen eine andere Welt, die den meisten Menschen verschlossen bleibt, weil sie es nicht sehen wollen oder schlichtweg nicht können. Als Galileo die These, die Erde sei eine Scheibe, in Frage stellte, schenkte ihm niemand Glauben. Heute stellen nur noch Menschen, denen es an Intelligenz und Wissen fehlt, diese Tatsache in Frage.