Um psychisch im Gleichgewicht zu bleiben, ist jeder Mensch darauf angewiesen, von seinen Mitmenschen anerkannt oder sogar geliebt zu werden. Dieses Ziel wird in der Regel erreicht, indem sich Menschen in der Weise begegnen, dass sie sich ihrer Ebenbürtigkeit sicher sein können, eine Frage des fundierten Selbstbewusstseins auf beiden Seiten. Und wir können uns in diesem Zusammenhang fragen: Wie definiert sich Selbstbewusstsein?

Der Begriff Selbstbewusstsein stammt ursprünglich aus der Philosophie, wird jedoch interdisziplinär verwendet, z. B. auch in der Psychologie, der Geschichtswissenschaft sowie der Soziologie. Grundpfeiler jeglichen Selbstbewusstseins sind Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl und eine im Laufe des Lebens erworbene, fundierte Selbsterfahrung. Es versteht sich von selbst, dass es in diesen Bereichen gemeinsame Schnittmengen gibt. Der Mensch, der über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügt, ist sich jedoch nicht nur seiner Stärken, sondern auch seiner Schwächen bewusst. Wir  erleben diese Menschen als authentisch und im Umgang als ausgesprochen angenehme Zeitgenossen, mit denen wir „auf Augenhöhe“ kommunizieren  können. Wir sprechen sowohl vom Selbstbewusstsein des Individuums als auch von Gruppenselbstbewusstsein.

Es gibt viele Facetten und Möglichkeiten, wie sich diese Eigenschaft bzw. Qualität ausdrücken bzw. darstellen kann: durch das eigene Verhalten, bei dem die Sprache und das Können sich der Situation entsprechend auszudrücken, eine entscheidende Rolle spielen. Einen weiteren wesentlichen Faktor stellt die Körpersprache dar, denn: der Körper lügt nicht.  Des Weiteren ist die angemessene Kleidung von nicht unerheblicher Relevanz.

Ein gesundes Selbstbewusstsein bedeutet sich seines eigenen Wertes bewußt zu sein, eine Eigenschaft, die sowohl im Privat- als auch im Berufsleben eine entscheidende Rolle spielt. Nur wenigen Menschen ist es in die Wiege gelegt; es ist im wesentlichen das Ergebnis einer entsprechenden Erziehung und dem angemessenen sozialen Umfeld.

Wer selbstbewußt ist, hat es nicht nötig überheblich zu sein, muß sich aber auch nicht seinem Gegenüber unterwerfen.